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Bushcraft Cowboy

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"Taktisch" ist nicht, was so heißt


Kaum ein Wort wird heute so inflationär benutzt wie "tactical". Taktische Hose, taktischer Rucksack, taktische Taschenlampe, taktisches Mindset. Was steckt eigentlich dahinter?

Der Ursprung

Das Wort kommt vom griechischen taktikē technē, der Kunst, ein Heer aufzustellen und zu ordnen. Im Deutschen ist es seit dem 18. Jahrhundert belegt und wurde noch im selben Jahrhundert auf planmäßiges, kluges Vorgehen ausgeweitet. Die breite Verwendung ist also nichts Neues.

Die Fachbedeutung

Für Clausewitz ist Taktik die Lehre vom Einsatz der Streitkräfte im Gefecht. Strategie ist die Lehre davon, Gefechte für den Zweck des Krieges zu nutzen. Heute ist Taktik die unterste von drei Ebenen, darüber liegen die operative und die strategische. Sie ist ein Mittel, das nur im Bezug auf ein Ziel Sinn ergibt, und dieses Ziel setzen andere.

Was daraus geworden ist

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Gleiches Gelände, andere Regeln: Was Soldaten und Abenteurer einander voraushaben


Wer einen erfahrenen Soldaten und einen erfahrenen Abenteuerreisenden nebeneinander in den Regen stellt, sieht zunächst wenig Unterschied. Beide prüfen den Wind, suchen einen geschützten Platz, achten auf trockene Füße und teilen ihre Kräfte ein. Kein Wunder, denn ein großer Teil dessen, was Reisende heute draußen tun, stammt ursprünglich aus dem Militär. Und doch sind die beiden Typen verschieden, und zwar in Punkten, die im Ernstfall entscheidend werden.

Fieldcraft, Survival und Bushcraft werden gern in einen Topf geworfen, haben aber unterschiedliche Wurzeln. Fieldcraft ist militärisches Handwerk: sich im Gelände bewegen, beobachten, tarnen, ein Lager einrichten, navigieren. Militärisches Survival, etwa nach dem Muster der SERE-Ausbildung, soll die Zeit bis zur Rettung oder zur Rückkehr zur eigenen Truppe überbrücken. Bushcraft dagegen speist sich aus dem Wissen von Jägern, Trappern, Scouts, Buschleuten und indigenen Völkern. Es geht um Materialkenntnis und Handwerk, darum, mit wenig Ausrüstung dauerhaft draußen zurechtzukommen. Viele Abenteuerreisende übernehmen militärische Methoden und…

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Geschichte des Bushcraft

Die Reise zurück: Wie der Mensch das lernte, was wir heute Bushcraft nennen

Stell dir eine Lichtung vor, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, irgendwo vor über zwei Millionen Jahren. Ein Mensch kauert am Rand eines Flusses, dreht einen faustgroßen Stein in der Hand, prüft mit dem Daumen eine Kante, die er Stunden zuvor geschlagen hat. Ein einziger falscher Schlag, und der Stein zerspringt nutzlos. Ein richtiger, und er hat eine Klinge, scharf genug, um eine Tierhaut zu öffnen oder einen Ast zuzuspitzen. Es gibt keine Anleitung dafür, kein Buch, keinen Kurs. Es gibt nur das, was die Alten vorgemacht haben, und die eigene Hand, die es lernen muss.


Diese Szene wiederholt sich, mit kleinen Variationen, über eine unvorstellbar lange Zeit. Der zugespitzte Stein wird zum Faustkeil, der Faustkeil zur Speerspitze, an einen geraden Ast gebunden mit einer Schnur aus Pflanzenfasern oder Sehnen. Plötzlich reicht die eigene Kraft weiter als der…


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